Kolping Altkleider Container

Kolpingsfamilie Kösching und Recyclingfirma Wittmann starten gemeinsame Zusammenarbeit

 

Die Kolpingsfamilie Kösching hat mit der Recyclingfirma Wittmann drei Altkleidercontainer im Gemeindegebiet Kösching aufgestellt. Ziel der Initiative ist es, die nachhaltige Verwertung gebrauchter Kleidung zu fördern und gleichzeitig die sozialen Projekte der Kolpingsfamilie zu stärken.

Wittmann zählt seit vielen Jahren zu den verlässlichen Partnern kirchlicher und gemeinnütziger Organisationen. Das Unternehmen übernimmt die Bereitstellung der Container, die komplette Logistik sowie die fachgerechte Sortierung der Textilien.  Die Verwertung der gesammelten Kleidung erfolgt nach klaren Standards:

  • Rund 50 % der Textilien werden als Secondhand-Bekleidung weitergetragen.
  • Etwa 25 % werden zu Putzlappen und anderen Recyclingprodukten verarbeitet.
  • Nicht mehr tragbare Stoffe dienen als Dämm- und Isoliermaterial in der Automobilindustrie.
  • 2 % werden für humanitäre Notlagen eingelagert.

Weltweit tragen rund 70 % der Menschen Secondhand-Kleidung – ein Wirtschaftszweig, der Ressourcen schont und Arbeitsplätze schafft.

Reaktion auf aktuelle Entwicklungen im Landkreis

In den vergangenen Monaten wurden im Landkreis vermehrt Altkleidercontainer anderer Organisationen abgebaut. Gründe hierfür sind unter anderem gestiegene Betriebskosten, fehlende ehrenamtliche Kapazitäten oder der Rückzug einzelner Anbieter aus der Sammlung.

Nachdem sich die MIssionsgemeinschaft in Kösching Anfang 2026 aufgelöst hat, möchte die Kolpingsfamilie Kösching dieser Entwicklung bewusst entgegenwirken und sicherstellen, dass die Bevölkerung weiterhin eine verlässliche Möglichkeit hat, gut erhaltene Kleidung sinnvoll zu spenden. Die neuen Container schließen entstandene Lücken und stärken die regionale Versorgung.

 

Ein Beitrag für Umwelt und Gemeinschaft

Mit der Aufstellung der Container leistet die Kolpingsfamilie Kösching einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz. Die Initiative reduziert Restmüll, senkt CO₂-Emissionen und unterstützt eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der Region.

Die Kolpingsfamilie Kösching ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, nur gut erhaltene Kleidung und Schuhe zu spenden und damit sowohl die Umwelt als auch die lokale Gemeinschaft zu unterstützen.

Die Standorte und die Sammlung selbst sind von der Marktgemeinde und vom Landratsamt genehmigt worden.

 

Mehr Informationen über die Firma Wittmann gibt es hier 

Altkleider Standorte in Kösching

  • Berntal
    (Regenrückhaltebecken am TSV Sportplatz bei den Glascontainern)
     
  • Horschstraße bei den Glascontainern (nähe Bushaltestelle)
     
  • Franz-Marc-Straße

Die Missionsgemeinschaft Kösching war die bisherige Sammelgemeinschaft

Sie entstand im Wesentlichen aus Kolping und der Landjugend Kösching. Bereits seit 1958 sammelte Kolping regelmäßig und ohne Unterbrechung Altkleider und Altpapier, sowie in den Anfängen auch noch Schrott und  Glasflaschen. Die Erlöse daraus wurden für die Jugendarbeit und für soziale Projekte in der Pfarrei verwendet.

Nachdem der damalige Kaplan und Kolpingpräses Willi Tratz im Jahre 1963 als Missionar nach Südafrika ging, beschloss man ihn bei seiner Tätigkeit zu unterstützen. Seit damals werden die Erlöse nach unserer Satzung für soziale Projekte der christlichen Kirche weltweit in Notgebieten verwendet.

Im Lauf der Jahre halfen immer mehr Personen von  anderen Gruppierungen wie z.B.  KAB – Frauenbund – Sport- und sonstigen Freizeitvereine, aber auch diverse Privatpersonen bei  dieser Aufgabe mit. Alle Mitglieder arbeiten seitdem ehrenamtlich. Firmen, Landwirte und Privatpersonen stellten die benötigten Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung.

So entwickelte sich ab September 1969 die „Missionsgemeinschaft Kösching“. Viele Jahre war der Amberger-Stadl an der Weidhausstraße das Altwarenlager. In den folgenden Jahren schlossen sich immer mehr Nachbarpfarreien der Missionsgemeinschaft an. Auf diese Art und Weise konnte die Gemeinschaft viele soziale Projekte in aller Welt unterstützen.

1992 wurde die Missionsgemeinschaft Kösching als gemeinnütziger Verein anerkannt. Alle Jahre werden in einer Mitgliederversammlung die gemeinsam erwirtschafteten Erlöse verteilt. So konnten aus dem Jahr 2015 über 30.000 Euro in verschiedene Länder gespendet werden. Im Jahr 2015 wurde z.B. je ein Projekt des Kolping-Diözesanverbandes Regensburg und des Internationalen Kolpingwerkes in Köln unterstützt.

Im Jahr 2022 verstarb der Hauptverantworliche der Gemeinschaft, Helmut Koch mit 82 Jahren. Leider hat sich die Missionsgemeinschaft im Frühjahr 2026 aus verschiedenen Gründen aufgelöst.

Ein Dank an alle Mithelfer und Gönner aus Kösching und den umliegenden Gemeinden, die Arbeit in diesen 57 Jahren ehrenamtlich untersützt haben.

Letzte Aktualisierung 11.09.2026

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