Theatersaison 2018 / 2019

Was wäre die Kolpingsfamilie Kösching ohne Theaterspiel?

Seit der Gründung vor 70 Jahren gehört das Theater zu den Hauptaktivitäten. Wurden in den 50er Jahren vorwiegend ernste Stücke wie  "Das erst Kreuz im neuen Friedhof " / "Glöckner v. Notre Dame" oder gar ein Stück nach Leo Tolstoi mit dem Titel "So viel Erde braucht der Mensch" gespielt, wandelte sich die Art mehr zu Bauernstücken "Der falsche Vitus" /  "Sternecker und die Fahnenweihe" bis hin zu fernsehbekannten Stücke "Die drei Eisbären" / "No amoi a Lausbua sei" um nur ein paar zu nennen.

 

Im Jubiläumsjahr der Kolpingsfamilie machte sie sich die Freude beim Jubiläumsfest, dem Pfarrfest am 15. Juli, die Gäste aus nah und fern mit Sagen von Emmi Böck zu bespielen.

 

Außerdem wurde in der traditionellen Wintersaison ab dem 26. Dezember viermal der Dreiakter "Die Vorstadt Diva" von Ulla Kling zum Besten gegeben.

Kolpingtheater im Jubiläumsjahr

"Die Vorstadt Diva"

"Beste Stimmung", "gelungenes Ambiente", "hervorragende schauspielerische Leistung", "kurzweiliger Abend", "beste Verköstigung", "schade dass es schon vorbei ist", so und andere Kommentare gab es jedesmal nach den Vorstellungen des Kolpingtheaters im vollen Pfarrsaal.

Im Vorfeld hatte bereits Tanja Stephan, eine Reporterin vom DONAUKURIER, einen Artikel über die 70 jährige Theatertradition veröffentlicht.

Mehrere 100 Besucher konnte der Vorsitzende und Regisseur Georg Altmann insgesamt zu den vier Aufführungen der Theatergruppe der Kolpingsfamilie Kösching im Köschinger Pfarrsaal begrüßen.

Mit einem Zitat von Adolph Kolping „In einem gesellschaftlichen Leben, darf die Freude nicht fehlen.“ führte er kurz in den Abend ein.

Er nannte einige Daten rund um die letzten 70 Jahre. So sind 110 Stücke in den letzten 70 Jahren gespielt worden. Wenn man die bekannten Daten der letzten 35 Jahre nimmt, so sind hochgerechnet auf 70 Jahre: Mindestens 140 Schauspieler rund 220 Mal für die Kolpingsfamilie auf der Bühne gestanden!

 

Vielfachen Applaus spendeten anschließend die Besucher den Laiendarstellern die in 3 Akten professionell die Komödie "Die Vorstadt-Diva" von Ulla Kling zum Besten brachten.

Charlotte Matzberger (Brigitte Kempa) ist die zwar nicht mehr ganz junge, aber noch sehr agile Besitzerin der kleinen Vorstadt-Bar „Zur flotten Lotte“.

Ihr treu ergeben ist Django (Christian Wittmann), ein liebenswert verrückter Vogel, der für seine Chefin (fast) alles tun würde. So hat sich Lotte ein großes Ziel gesteckt, noch einmal möchte sie an die früheren Erfolge anknüpfen und einen Auftritt auf ihrer kleinen Bühne wagen. Django ist diesem Plan gegenüber eher skeptisch, doch Lotte lässt keinen Widerspruch gelten und vor allem ihrem Temperament immer wieder freien Lauf. Dagegen kommt die türkische Putzfrau Ayse (Verena Jahnke) nicht an und Django versucht es erst gar nicht. Zur großen Freude Lottes taucht noch eine längst vergessene Nichte (Anna Huber) auf, und es werden wieder alte Familienbande geknüpft.

Zwei Männer machen jedoch Lotte schwer zu schaffen: Einerseits Hausbesitzer Wurzinger (Peter Rosenkranz) wegen einer längst anstehenden Mieterhöhung. Andererseits der Finanzbeamte Brammler (Wolfgang Altmann), der Lotte mit seinem Besuch nicht gerade glücklich macht. Doch ihr „Finanzberater“ Django ist mal wieder um keine Ausrede verlegen.

Keine so glückliche Hand hat er mit Risotto-Otto (Thomas Berthold) und Spaghetti-Betti (Kathrin Altmann). Die beiden verschwinden mit der Kasse, statt einen Film über Lotte´s bewegtes Leben zu machen. Aber Gott sei Dank ist da noch der Polizist Schorsch (Simon Liepold), der die Lage mehr oder weniger unter Kontrolle hat.

Als der große Auftritt ins Haus steht, ist Lotte ein Nervenbündel, ihre Stimme versagt, der Spot gibt den Geist auf und auch sonst geht alles drunter und drüber. Trotz allen Übels wird es für die "Flotte Lotte" doch noch ein grandioser Abend, der durch lang anhaltenden Applaus mehr als honoriert wurde.

Als spontane Laienspieler lockte Georg Altmann bei jeder Vorstellung prominente Besucher zum "mitspielen" auf die Bühne. Neben Frau Bürgermeister Andrea Ernhofer standen die drei Geistlichen Dekan Dr. Wojciech Wysocki, Kaplan Adam Karolczak und Pfarradministrator Dr. Anthony Chimaka auf den "Brettern die die Welt bedeuten".

Für die Technik und als Co-Regisseur fungierte Ali Beidoun. Als Flüsterfee war Sanaa Beidoun mehr oder weniger während des Stückes beansprucht. Am besonders gelungenen Bühnenbild waren alle Spieler beteiligt. Besonders aber Verena Jahnke, Peter Rosenkranz und Werner Lechner.

Der Vorsitzende dankte allen Helfern im Vorder- und in Hintergrund, besonders Isabel Kempa für die Plakatgestaltung und Schuh Igl aus Kösching für den Kartenvorverkauf, mit einem weiteren Zitat von Adolph Kolping: „Der Mensch muss sich mit anderen Menschen verbinden - sobald er etwas will, was einfach die Kräfte des Einzelnen überschreitet.“

Abgerundet für die Besucher wurden die Aufführungen durch die leckere Verpflegung die vom Cateringteam um Lisa Bachmeier bereitgestellt wurden.

Bilder von Erich Liepold

Freilichtspiel beim Pfarrfest

 

Am Pfarrfest erwartete die Besucher kein lustiges Theaterstück im Römergarten, sondern gruslig-amüsante Sagengeschichten von Emmi Böck.

Die Wahl-Ingolstädterin Emmi Böck hat 1993 ein "Köschinger Sagenbiachl" herausgebracht und unser langjähriges Kolpingmitglied Marita Ciesla hat daraus spielfähige Stücke gemacht.

Unter dem Thema: „Sagenhaftes Kösching“ spielten wir:

  • Die frevelende Magd
  • Die Feirign Manner und Hund
  • Beim „Knablsimmer“
  • Der versetzte Markstein und Spuk im Gradhofweiher
  • Der Schlagenhaufer Martin und das Feuermandl
  • Die Flachskocherin

Die Mitwirkenden:
Altmann Wolfgang, Beidoun Ali, Berthold Thomas, Ciesla Marita, Deindl Michael,       Hauer Konrad, Jahnke Verena, Kempa Brigitte, Liepold Dagmar, Liepold Simon, Mayer Thomas alias Käfer, Wittmann Christian und Wolf Stefan. Regie Kempa Brigitte

 

Im Gegensatz vor zwei Jahren, wo die Kolpinger bereits einmal ähnliches im Römergarten gespielt hatten, schüttete es nicht aus Kübeln, sondern es war angenehm warm. Kurz vor Theaterbeginn schob sich noch eine Wolke vor die Sonne, so dass die Besucher gut beschattet waren.

Der lange anhaltende Schlussapplaus zeigte den Schauspielern und Theaterverantwortlichen, dass sie die Sagen bei den Zuschauern richtig gut angekommen sind.

Letzte Aktualisierung 13.08.2019

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